Schwanensee

Termin: Di, 03.12.2019 19.00 Uhr
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Schwanensee - Ballett der Tatarischen Staatsoper Kasan

Peter I. Tschaikowskis komponierte unter anderem sechs Symphonien, drei berühmte Klavierkonzerte, zehn Opern – aber stilprägend und populär wurden vor allem seine Ballette. Wenn man heute an die Höhepunkte des klassischen Balletts denkt, dann sind es seine drei Werke, „Schwanensee“, „Dornröschen“ und „Nussknacker“, die Maßstäbe setzten, an denen sich heute noch jede große Ballerina beweisen muss, die jedermann, der je ein Ballett besucht hat, kennt: Zweifellos ist Schwanensee das bekannteste und populärste, für viele sogar das klassische Ballett schlechthin. Wie oft man es auch schon gesehen haben mag, man wird immer wieder neue Schönheiten darin entdecken. Grazie und scheinbar mühelose Eleganz  verwandeln die Bühne in einen Ort der Magie. Der Grundgedanke des Balletts, der Sieg des Guten über das Böse, wird in der Musik parallel zur Choreographie entwickelt, und sie schafft Raum für dramatischen Ausdruck ebenso wie für innige Gefühle.

Die Geschichte ist ein bezauberndes, melancholisches Märchen: Mädchen, die durch den bösen Zauber Rotbarts in Schwäne verwandelt wurden, können nur durch wahre Liebe erlöst werden. Ein Prinz verliebt sich in Odette, das erste der Schwanenmädchen, doch durch Rotbart getäuscht, glaubt er, in der schwarzgekleideten Odile seine Geliebte zu sehen und bricht seinen Treueschwur. Doch die Macht des Bösen wird durch die Liebe, die über den Tod andauert, gebrochen. Das Ballett der Tatarischen Staatsoper Kasan unter der Leitung von Vladimir Jakovlev besteht aus über 60 Mitwirkenden, viele Tänzer der Compagnie wurden in der angeschlossenen Schule ausgebildet. Kasan, die Hauptstadt der Republik Tatarstan, ist eine der alten Wolgastädte, ca. 800 km östlich von Moskau, hat über eine Million Einwohner und gehört zu den ältesten Theaterstädten Russlands. Seit 1874 gibt es hier ein festes Opernensemble, an dem u.a. die künstlerische Laufbahn des weltberühmten russischen Bassisten Fjodor Schaljapin begann. Die Geschichte des staatlichen Balletts in Kasan beginnt 1939 mit der Eröffnung des Tatarischen Opern- und Balletttheaters mit La Fille Mal Gardée. Seit dieser Zeit werden die Glanzstücke der Ballettkunst regelmäßig aufgeführt und damit die seit hundert Jahren bestehende klassische Balletttradition gepflegt. Auch Rudolf Nurejew fühlte sich dem Kasaner Ballettensemble eng verbunden und arbeitete bis kurz vor seinem Tod mit der Compagnie.
Jedes Frühjahr findet in Kasan ein Ballettfestival statt, welches seit 1993 mit seiner Zustimmung den Namen Nurejews trägt. Seit 1993 feiert das Ballett bei regelmäßigen Gastspielen und unzähligen Einladungen in viele europäische Länder wie z.B. den Niederlanden, Frankreich, Dänemark, Belgien, Norwegen, Irland, Portugal, Österreich, Deutschland und der Schweiz große Erfolge. Neben seiner brillanten Technik und ausdrucksstarken Interpretation konnte es auch durch die phantasievolle Pracht der Kostüme und die märchenhaft gestalteten Bühnenbilder außerordentlich beeindrucken. 2006 wurde das Theater von Grund auf renoviert und mit der modernsten Technik Europas ausgestattet. Das Theater hat 2007 als einziges Ballett und Theater in Russland den höchsten Staatspreis der Russischen Föderation erhalten und wurde 2008 mit dem höchsten russischen Theaterpreis „Die Goldene Maske“ im Kreml ausgezeichnet.

Im September 2009 analysierte das Magazin Forbes die Theatersituation der Russischen Föderation. Neben den wesentlich höher dotierten Opernhäusern in Moskau und St. Petersburg wurde der Staatsoper Kasan künstlerisch der dritte Rang zuerkannt. Fast alle Solisten sind Preisträger internationaler Wettbewerbe, einer von ihnen ist der Hauptdarsteller in dem neuen Nurejew-Film „The White Crow“.
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