HAIR – Das Musical

Let the sunshine in...

Das legendäre Hippie-Musical hat auch 50 Jahre nach seiner Uraufführung nichts von seiner Energie verloren – und geht auf Tour durch Deutschland und der Schweiz. „The American Tribal Love-Rock Musical“ – feierte 1966 als Off-Broadway-Inszenierung seine Uraufführung und gilt bis heute als Meilenstein des Musiktheaters. In HAIR sucht die Hippiebewegung der 68er ein neues Lebensgefühl: Eine Gesellschaft jenseits von Krieg, Rassentrennung und Autorität. Eine Ära im Zeichen von „Aquarius". Make love, not war!

Im Musical „HAIR – The American Tribal Love-Rock Musical“ erleben die Zuschauer nicht nur eine brillante Show aus Tanz, Musik und farbenfrohen Kostümen, sondern nehmen gleichzeitig an einer unterhaltsamen und dramatischen Geschichtsstunde teil. Untermalt wird die Geschichte mit der seinerzeit für Musicals überwältigenden Anzahl von über 30 Song-Titeln. Die Texte von James Rado und Gerome Ragni sowie die Musik von Galt MacDermot haben die Popkultur ihrer Zeit entscheidend geprägt und die Songs von „Aquarius“ und „Hair“ bis „Hare Krishna“ und „Let the sunshine in“ sind bis heute legendär. Die Show ist am Donnerstag, 1. März 2018, zu Gast im Ludwigs Festspielhaus Füssen (Beginn: 20 Uhr)!

Easy to be hard - Die Geschichte hinter dem Musical:
Ende der 1960er Jahre waren über eine halbe Million Soldaten in Vietnam stationiert. Als Antwort auf den Vietnam-Krieg und die herrschenden Verhältnissen entwickelte sich ein Protest aus Demonstrationen, Studentenunruhen und Aufmärschen. Diese Revolte fiel zusammen mit der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung gegen Apartheid, Rassismus und Gewalt. Lange Haare, Blumenschmuck und die freie Liebe stilisierten sich hierbei als Symbole des Widerstands. Auch in Deutschland entbrannte eine Studentenbewegung gegen die etablierten Verhältnisse. Das Musical HAIR reflektiert die Gefühle der jungen Leute zu dieser Zeit und zeigt auf, dass die Hippies und Blumenkinder alles andere waren als verschmuddelte Gammler und Faulenzer. Sondern junge, von den Revolten beeinflusste, Studenten, Schüler und Arbeiter.

Good morning starshine - Ein musikalischer Epos:
Das Musical HAIR gilt bis heute als Meilenstein des Musiktheaters. Die Vorlagen zu HAIR entstanden durch Gerome Ragni und James Rado, die sich als einfache Schauspieler kennenlernten. Durch die Provokationen des damaligen modernen Theaters und den Unruhen durch die Protestbewegung entstand ein Text aus einer Symbiose aus harten, vorwurfsvollen Zeilen und einer friedlichen, weichen Poesie. Diese Harmonie aus den eigentlich völlig unterschiedlichen Kontrasten schaffte es, die Spannung und die inhaltliche Bedeutung noch weiter hervorzuheben. Nach zahlreichen Off-Broadway Aufführungen (die erste 1966) arbeiteten die beiden Schöpfer von HAIR gemeinsam mit Galt MacDermot an einer musikalischen Inszenierung. Dem ehemaligen Kirchenmusiker und Organist gelang ein grandioser Einklang aus Rhythmus, Harmonie und Instrumentierung. Zu den ersten Aufführungen des Musicals kam Bertrand Castelli als Regisseur hinzu. Castelli war Anführer mehrerer Friedensmärsche und landete häufig im Gefängnis. Er schaffte es, HAIR die radikale, pazifistische Philosophie einzuhauchen und machte somit das Musical zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.

Where do I go - HAIR auf der ganzen Welt:
1966 war die Uraufführung der Off-Broadway Inszenierung. Ab 1968 spielte HAIR fast durchgehend am Broadway und erlangte wenig später auch weltweiten Erfolg. 1979 wurde "Hair" von Michael Weller verfilmt. Die musikalische Verfilmung hat sich bis heute Millionenfach verkauft.

Fazit:
In HAIR erleben Sie nicht nur eine brillante Show aus Tanz, Musik und farbenfrohen Kostümen, sondern nehmen gleichzeitig an einer unterhaltsamen und dramatischen Geschichtsstunde teil. Sie spüren am eigenen Leib die Angst und die zeitgleiche Hoffnung der Menschen auf eine bessere Zukunft. Tiefsinnige Lyrik, atemberaubende Lieder und Choreografien machen HAIR zu einem unvergesslichen Ereignis. Sie werden sich noch lange danach wieder deutlich jünger fühlen.
Charaktere:
• BERGER
• WOOF
• HUD
• CLAUDE
• JEANIE
• DIONNE
• CRISSY
• SHEILA
und die Mitglieder des Stammes... die auch in den folgenden Rollen spielen: Hubert, Mutter, Vater, Margret Mead, Professoren, Das Electric Blues Quartett, Black Boys Trio, Abraham Lincoln, G. Washington, Buddadalairama, Buddhistische Mönche, katholische Nonnen, Afrikaner, Indianer: Crazy Horse, Sitting Bull, Tonto, Little Beaver, Soldaten und LIVE Band.

AUTOR Gerome Bernard Ragni: (* 11. September 1942 in Pittsburgh, Pennsylvania oder in Kanada; † 10. Juli 1991) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Maler und gehörte zu den Gründern des Open Theatre. Bekannt wurde er vor allem im Zusammenhang mit dem Musical Hair. 1963 erhielt er für seine Rolle in War in der Inszenierung am Village South Theatre in New York den Barter Theatre Award for Outstanding Actor. 1964 trat er an der Seite von James Rado in Hang Down Your Head and Die auf. Auf einer Tournee mit Rado und dem Stück The Knack entstanden erste Ideen für ein Musical. Ragni und Rado mieteten in Chicago für die geplante Show das Harper Theatre, konnten ihre Ideen jedoch aus Zeitgründen nicht umsetzen. 1966 trug Ragni entscheidend zum Erfolg eines Stückes des Open Theatre, das aus dem Living Theatre hervorgegangen war, bei. Dies inspirierte ihn dazu, mit Rado den Gedanken eines Musicals wieder aufzunehmen und die Hippiebewegung zu thematisieren. Zahlreiche Songs zu Hair entstanden in dieser Zeit nach Milieustudien im East Village. 3 Der Produzent Nat Shapiro vermittelte den Kontakt zum Komponisten Galt McDermot. Ragni spielte in der Premiere von Hair am Public Theater den Berger. Dies sollte seine bekannteste Rolle bleiben. Der Erfolg des Musicals in den Folgejahren führte bei Ragni zu einer persönlichen Krise. Seine Ehe ging in die Brüche, er schloss sich einer Sekte an und löste durch eigenmächtige Änderungen am Konzept für Hair mehrere heftige Konflikte mit den übrigen Bühnenmitgliedern aus. 1977 kam es noch einmal zur Zusammenarbeit mit Rado in Jack Sound and His Dog Star Blowing His Final Trumpet on the Day of Doom, und 1990 war Ragni an dem umweltpolitisch ausgerichteten Musical Sun (YMCA) beteiligt. Noch vor der Vollendung des Werks starb Ragni an Krebs.

AUTOR James Rado (eigentlich: James Radomski) (* 23. Januar 1932 in Venice Beach, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Autor und wurde besonders durch seine Miturheberschaft am Musical Hair bekannt. Rado arbeitete zunächst vor allem im Kindertheater. In den frühen 1960er Jahren zog er nach New York und spielte etliche Rollen am Broadway, unter anderem auch in dem Erfolgsmusical Hair. 

KOMPONIST Galt MacDermot (* 18. Dezember 1928 in Montreal) ist ein kanadischer Komponist. Als Kind erhielt er eine umfassende musikalische Ausbildung (Blockflöte, Violine, Klavier). Anfang der 1950er Jahre studierte er am College of Music in Cape Town, Südafrika, wo er vor allem rhythmisch dazulernte; er bezeichnet später diese Phase als eine seiner wichtigsten. Danach arbeitete er in seiner Heimatstadt zunächst als Organist und Kirchenmusiker, dann als Komponist von Rock- und Jazz-Songs, später als Barpianist in New York. Für sein Stück "African Waltz" bekam er einen Grammy Award. Weiterhin komponierte er Filmmusik und mehrere Musicals, von denen Hair das bekannteste wurde. 

Songs in engl. Sprache, Dialoge in Deutsch!
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